Newsletter LAG Rock August 2016

  1. Bandfactory Niedersachsen 2016 – jetzt bewerben fürs Coaching-Wochenende mit Musikprofis
  2. Band-Coaching „Planet Video“ ist startklar
  3. Bandwettbewerb „local heroes“ feiert 25-jähriges Jubiläum
  4. Neue Popmusik-Trias will Niedersachsens Szene voranbringen
  5. Neue Antragsfristen bei der Stiftung Niedersachsen
  6. Projektförderung: 'Kulturelle Vielfalt mit Musik‘“
  7. Stellenausschreibung

 

  1. Bandfactory Niedersachsen 2016 – jetzt bewerben fürs Coaching-Wochenende mit Musikprofis

Ambitionierte niedersächsische Newcomerbands, die ihre Songs, ihre Bühnenpräsenz und ihre Bandorganisation verbessern möchten, können sich noch bis zum 15. September 2016 für die „Bandfactory Niedersachsen“ der Landesarbeitsgemeinschaft Rock in Niedersachsen e.V. bewerben. Das Coaching-Programm mit Experten aus dem Musikbusiness wird vom 19. bis 20. November im MusikZentrum Hannover stattfinden. Für die Bewerbung genügt eine E-Mail mit einer Bandinfo als PDF-Datei und einem Bandfoto als JPG-Datei sowie Links zur Homepage, zur Facebook-Seite und zu Hörbeispielen an die E-Mail-Adresse luedeck [at] lagrock [dot] de. Eine Jury wählt aus allen Bewerbungen drei Bands aus. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www.bandfactory-nds.de.

Zum Start des Coaching-Wochenendes spielen alle Bands zunächst ein halbstündiges Konzert und erhalten anschließend ein ausführliches Feedback von den Coaches Jean-Michel Tourette (Wir Sind Helden), Martell Beigang (Dick Brave, M. Walking On The Water, Produzent), Jens Krause (Produzent), Silke Super (radioeins), Katrin Helmerichs-Naujok (Choreographin) und Andreas Haug (Rockszene.de). In zwei Workshops nach Wahl zu Producing, Bühnenpräsenz, Arrangement, Sounddesign sowie Business- oder Mediaplanung werden die jungen Musiker am Sonntag individuell von den Coaches beraten, wie sie ihren Sound und ihren öffentlichen Auftritt optimieren können.

„Bandfactory Niedersachsen“ wird gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur sowie der Deutschen Rockmusik Stiftung.

 

2. Band-Coaching „Planet Video“ ist startklar

Die Teilnehmer des diesjährigen Projekts „Planet Video“ stehen fest. Für das individuelle Coaching-Programm der Landesarbeitsgemeinschaft Rock in Niedersachsen e.V. hat eine Jury aus den zahlreichen Bewerbern die Metal-Band Kyonic aus Braunschweig und die Indie-Rock-Band Mighty Day Times aus Buxtehude ausgewählt. Ab September werden Dozenten die Newcomer ein halbes Jahr lang begleiten, um sie auf ein Studiokonzert im MusikZentrum Hannover vorzubereiten, das professionell in Bild und Ton mitgeschnitten wird.

Zusammen mit den Coaches wird in regelmäßigen Workshops zum Beispiel an Arrangements, Sounddesign, Gesang, Stageacting, Imageentwicklung und Onlinemarketing gearbeitet. Für das Abschlusskonzert werden die beiden Bands ein Konzept entwickeln, wie sie sich in dem Live-Video präsentieren möchten. Ihre qualitativ hochwertigen Videos können Kyonic und Mighty Day Times später als Promomaterial verwenden, um sich bei Veranstaltern für Auftritte zu bewerben.

Die Metal-Band Kyonic besteht seit 2007. Das Charakteristische ihrer Musik beschreiben sie als Kombination von aggressivem Gesang mit Ohrwurmcharakter, ausgeklügelten Riffs und eingängigen Gitarrensoli. Beim Bandwettbewerb „SchoolJam“ schafften sie es 2011 bis ins Finale und gehörten somit zu den bundesweit acht besten Bands. Erfolgreich war auch ihre Teilnahme beim „W:O:A Metal Battle“, dem größten Wettbewerb für Newcomer-Metalbands, bei dem sie 2012 ins nationale Finale kamen und einen Auftritt auf dem „Rockharz“ hatten. 2012 veröffentlichten Kyonic ihre Debüt-EP „Streams“, auf die nach einer kurzen Bandpause dann im Jahr 2015 die Single „Lines In The Sky“ folgte.

Die fünf Jungs von Mighty Day Times erfinden sich seit ihrer Gründung 2012 mit jedem neuen Song ein wenig neu und lieben es, ihre Musik mit dem Publikum zu teilen. Auf und vor der Bühne wird zu eingängig melodiösem Indie-Rock getanzt. Zu erleben war das bisher nicht nur bei Konzerten rund um Buxtehude, sondern dieses Jahr auch als Vorband von Ich Kann Fliegen und auf dem „Deichbrand“. In den vergangenen vier Jahren haben Mighty Day Times bereits kontinuierlich an ihrer Musik, an ihren Auftritten und an ihrer Bandorganisation gearbeitet. Durch „Planet Video“ wollen sie sich auf das nächste Level bringen, denn ein zweiter Tonträger ist geplant.

„Planet Video“ ist eine in Niedersachsen einzigartige und auf Talente und Bedürfnisse der Bands fokussierte Spitzenförderung, die von der Stiftung Niedersachsen und der Deutschen Rockmusik Stiftung gefördert wird.

 

3. Bandwettbewerb „local heroes“ feiert 25-jähriges Jubiläum

Was am Anfang als eine Plattform für eine Region gedacht war, hat sich mittlerweile zu der Kulisse für ambitionierte junge Musiker aus ganz Europa entwickelt. Das in Salzwedel ansässige Projekt „local heroes“ hat in den vergangenen 25 Jahren nicht nur Ost und West einander näher gebracht, sondern vor allem ein weitreichendes Netzwerk zwischen dem musikalischen Nachwuchs und den Profis der Szene geknüpft. Die ersten Vorausscheide des Bandwettbewerbs fanden 1991 im Hanseat in Salzwedel, im Café Grenzbereich in Platenlaase und in der Musikgalerie in Uelzen statt.

Gemein ist dem Projekt damals wie heute: Für viele bot sich mit dem „Wettbewerb für Amateurmusiker“ erstmals eine Gelegenheit, sich live vor einem Publikum und einer Fachjury zu präsentieren. Lediglich von einem bundesweiten, sogar europäischen, Contest, wie er heute gelebt wird, waren die Verantwortlichen Lichtjahre entfernt.

Seit 2004 werden Vorausscheide in ganz Niedersachsen ausgetragen. Im ersten Jahr gewannen Limbotoric aus Göttingen das Landesfinale und qualifizierten sich damit für das Bundesfinale. Nach Odeville (2007) hießen die niedersächsischen Landessieger 2008 High Pressure System (Hameln) und 2009 begeisterten Frames (Hannover) mit sphärischer Instrumentalmusik. Die musikalische Vielfalt ist bei „local heroes“ seit jeher groß. Im Jahr 2011 gewannen Luftpost aus Stade „local heroes Niedersachsen“ und 2012 Flooot aus Göttingen, die damals noch unter dem Namen What The Funk angetreten waren.

2013 ging der Titel an Enemy Jack aus Wolfsburg. „Der ‚local heroes‘-Bandcontest war für uns eine wunderbare Erfahrung. Wir konnten erstmals auf professionellen Bühnen spielen und hatten bei allen Konzerten in diesem Rahmen eine tolle Zeit und lernten viel dazu. Das Bundesfinale setzte dem Ganzen noch einmal die Spitze auf. Es war damals wirklich super auf dieser riesigen Bühne zu stehen und unser Bundesland musikalisch zu vertreten“, blickt Domenik Pasemann zurück. Nach Phaenotypen aus Worpswede 2014 sind die aktuellen „local heores Niedersachsen“ Kyles Tolone aus Göttingen. Die noch frischen Erinnerungen beschreibt Johann Giertz: „Das Beste war es, die anderen Bands kennenzulernen. Besonders sind uns About Béliveau und Another Girl Called Josephine im Kopf geblieben. Da man beim Contest oft den ganzen Tag vor Ort ist und relativ viel Leerlauf hat, war es sehr witzig die anderen Bands in der gleichen Situation zu erleben. Dabei vergisst man auch etwas die Aufregung, die man die ganze Zeit mit sich herumschleppt. Diese Kontakte und Erinnerungen kann uns keiner mehr nehmen.“ Kyles Tolone, Phaenotypen und Enemy Jack gewannen im Bundesfinale den Publikumspreis – ein Hattrick für Niedersachsen in dieser Kategorie.

 

4. Neue Popmusik-Trias will Niedersachsens Szene voranbringen

LAG Rock, Landesmusikrat und Musikland Niedersachsen arbeiten enger zusammen

Ob Rock, Pop, Hip-Hop, Metal oder Elektro-Pop – populäre Musik begleitet jeden täglich. Sei es bewusst gehört oder im Hintergrund wahrgenommen. In Niedersachsen gibt es eine lebendige und kreative Szene, doch das Flächenland hat mit strukturellen Nachteilen im Vergleich zu anderen Bundesländern zu kämpfen. Die Landesarbeitsgemeinschaft Rock in Niedersachsen e.V., der Landesmusikrat Niedersachsen e.V. und die Musikland Niedersachsen gGmbH werden zukünftig enger zusammenarbeiten. Durch das Verknüpfen ihrer jeweiligen Kompetenzen wollen die drei Institutionen Popularmusik made in Niedersachsen voranbringen.

Der Ausschuss Rock/Pop des Landesmusikrats Niedersachsen hat die Nachteile analysiert und Vorschläge erarbeitet, wie sie zu beheben und in Chancen verwandelt werden können. Unter dem Titel „Es ist mehr drin“ sind zehn Thesen zur Situation und zum Potenzial der Popularmusik in Niedersachsen entstanden. Vom Fördern des Erlernens eines Instruments über Proberäume und Auftrittsmöglichkeiten bis zum nachhaltigen Unterstützen einer musikalischen Karriere zeigen die Thesen den Handlungsbedarf und konkrete Lösungsansätze auf. Als erste Konsequenz aus dieser Analyse möchten LAG Rock, Landesmusikrat und Musikland Niedersachsen ihre Angebote miteinander verzahnen und intensiv abstimmen, um die Situation für alle Akteure der Popularmusik, wie zum Beispiel Musiker, Veranstalter, Spielstätten, Musikinitiativen und Schulen, schon jetzt verbessern zu können. Darüber hinaus sind nach Ansicht der drei Institutionen jedoch Politik, Verwaltungen, finanzielle Förderer und auch Medien gefordert, sich stärker zu engagieren.

 

5. Neue Antragsfristen bei der Stiftung Niedersachsen

Die Stiftung Niedersachsen wird ab Oktober 2016 mit Antragsfristen arbeiten. Alle Projektanträge mit einer Antragssumme über 10.000 € werden dreimal im Jahr entschieden und müssen fristgerecht eingereicht werden. 

Der nächste Einreichtermin für solche Anträge, die Ende Oktober 2016 beraten werden sollen, ist der 15. September. 

Anträge mit einer Antragssumme bis einschließlich 10.000 Euro können jeder Zeit eingereicht werden.

Anträge mit einer Antragssumme von mehr als 10.000 Euro können zum

30. April                   zur Beratung in der Gremiensitzung im Juni/ Juli

15. September          zur Beratung in der Gremiensitzung im Oktober/November oder Februar

30. November           zur Beratung in der Gremiensitzung im Februar

Anträge mit einer Antragssumme von mehr als 100.000 Euro können zwei Mal pro Jahr, nämlich zum 

30. April zur Beratung in der Gremiensitzung im Juni/Juli und

30. November zur Beratung in der Gremiensitzung im Februar  

eingereicht werden. Bitte nehmen Sie in jedem Fall mindestens 6 Monate vor Projektbeginn mit der Geschäftsstelle Kontakt auf, wenn Sie einen Antrag auf Förderung stellen möchten. Für Fragen steht Ihnen die Geschäftsstelle gerne zur Verfügung: www.stnds.de

 

6. Projektförderung: 'Kulturelle Vielfalt mit Musik‘“

mit der „Ideeninitiative 'Kulturelle Vielfalt mit Musik‘“ fördert die Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung erneut vorbildliche Projekte, die über Musik das Miteinander von Kindern und Jugendlichen verschiedener kultureller Herkunft stärken.

 Bis zum 30. September 2016 sind deutschlandweit wieder gemeinnützige Institutionen, Vereine, Verbände, Bildungseinrichtungen, Stiftungen sowie individuelle Initiativen eingeladen, musisch orientierte Projekte für eine erfolgreiches Miteinander von Kindern und Jugendlichen zu entwickeln. Die Stiftung möchte besonders auch Musik-Projekte zur Unterstützung und Förderung von Flüchtlingen für eine Bewerbung gewinnen.

 Die Umsetzung von maximal 15 der eingereichten Projektanträge unterstützt die "Ideeninitiative 'Kulturelle Vielfalt mit Musik'" mit jeweils bis zu 5.000 Euro.

Machen Sie mit! Angaben zum Bewerbungsverfahren und das Online-Formular für Projektanträge finden Sie unter: http://www.kultur-und-musikstiftung.de/

 

7. Stellenausschreibung

Für das am 1.10.2016 beginnende Projekt “Alles auf Anfang – Filmarbeit mit jungen Geflüchteten in der Region” sucht die HüllerMedienWerkstatt – befristet auf drei Jahre für 30h/Woche – eine Projektleitung. Über das Projekt:

Wir möchten junge Geflüchtete über die Arbeit mit dem Medium Film in ihrer Sprachkompetenz und ihrer Ausdrucksfähigkeit stärken. Bei mehrtägigen Workshops werden Grundkenntnisse des Filmemachens zur öffentlichen Artikulation und ein Einstieg ins Deutsch-Lernen vermittelt. Durch regionale Vorführungen ihrer Filme werden sie mit ihren Themen, Meinungen und Perspektiven vor Ort sichtbar. Durch weiterführende Angebote können sie Zugang zur regionalen Szene junger Filmschaffender bekommen. Eine Projektplattform mit ihren Filmen ermöglicht einen vielschichtigen Einblick in ihre Lebenswelt. Auf einer mobilen Webseite bzw. App entsteht außerdem nach und nach ein filmischer Grundwortschatz, der die Projektteilnehmenden überregional mit anderen Deutschlernenden verbindet und ein nachhaltiges Lernangebot schafft.

Die Arbeitszeiten sind flexibel und können anteilig auch im Homeoffice erledigt werden. Das Gehalt ist angelehnt an TVÖD 13. Bewerbungen bitte per e-Mail bis zum 15.8.2016 an bewerbung [at] hueller-medienwerkstatt [dot] de

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