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Vom Glücklichsein und der Zukunft der Musik

Liebe Leserin, lieber Leser,

seit Jahren höre ich immer wieder Klagen über die Zukunft der Musik: Bereits im Kindergarten wird weniger gesungen und musiziert als noch vor zehn Jahren, es gibt zu wenig Musikunterricht in den Schulen, da Fachpersonal fehlt, die Schüler*innen daddeln lieber am Rechner und verlieren sich in virtuellen Welten als ein anständiges Instrument in die Hand zu nehmen und jahrelang diszipliniert zu üben. Ich las letztens einen wunderbaren Satz, den ich hier frei wiedergebe: „Willst du glücklich sein, dann gib dich ganz einer Sache hin, übe, werde eine Expertin, ein Experte dieser Disziplin.“ Und ich glaube, da ist viel Wahres dran: Die oberflächliche Beschäftigung mit vielen verschiedenen Dingen macht mich auch nicht glücklich. Am Ende des Tages weiß ich gar nicht mehr, was ich überhaupt gemacht habe. Seitdem versuche ich, in den Dingen, die ich gut kann, noch besser zu werden: Tangotanzen, neue Projekte zu entwickeln, Texte schreiben! ;-)

Und damit komme ich zum Kernpunkt: Wie bringen wir dem Nachwuchs die Idee der Musik näher? Dass es befriedigend sein kann, wochenlang an einem Stück zu feilen, bis es sitzt. Dass „Frustaushalten“ eine wichtige Kernkompetenz ist und dass erst die nachhaltige Beschäftigung mit Musik zu befriedigenden Glücksmomenten führt.

Vielleicht können wir die jungen Menschen mit ihren eigenen Waffen schlagen: Gebt ihnen ein Tablet, gebt ihnen ein paar Apps, einen Kopfhörer (und wenn er nur dazu dient, cool auszusehen), zum Schluss noch etwas Basis-Know-how und ab geht´s!

Und genau das tun wir mit der wunderbaren interaktiven Ausstellung Starting Pop, die wir vom 16. April bis zum 5. Mai im Niedersächsischen Landtag kuratieren. Wir wollen ca. 600 jungen Menschen die weite Welt der Popularmusik näherbringen, ihnen etwas Historie und Hintergründe vermitteln und zum krönenden Abschluss in einem AppMusik-Workshop die Praxis vermitteln. So geht moderner Musikunterricht! Es macht mich sehr stolz, dass die von mir sehr geschätzte Landtagspräsidentin Hanna Naber die Schirmherrschaft übernommen hat.

Vielleicht willst ja auch du deine Klasse, Jugendgruppe etc. anmelden oder einfach selber vorbeikommen. Ich freue mich auf dich!

Und auch sonst ist gerade viel los bei der LAG Rock: Du kannst dich bei der Bandfactory Niedersachsen bewerben oder dich bei den Frauenmusiktagen anmelden. In jedem Fall wird dies ein musikalisches Jahr.

Möge der Gott des Rock´n Rolls immer mit dir sein.
Deine Vera

Starting Pop-Team bringt 600 Schüler*innen das Thema Popkultur näher.

Das Starting Pop-Team bringt 600 Schüler*innen das Thema Popkultur näher.

1. Interaktive Musikausstellung Starting Pop vom 16. April bis 5. Mai im Niedersächsischen Landtag

2. Bewerbungsstart für die Bandfactory Niedersachsen 2024

3. Anmeldestart 1. März: Zum 30. Mal Niedersächsische Frauenmusiktage in Rotenburg (Wümme)

1. Interaktive Musikausstellung Starting Pop vom 16. April bis 5. Mai im Niedersächsischen Landtag
Vom 16. April bis 5. Mai lädt die Ausstellung „Starting Pop“ im Gebäude des Niedersächsischen Landtags in Hannover vor allem Jugendliche dazu ein, sich mit populärer Musik zu befassen. Interaktiv lernen die jungen Besucher*innen anhand von Musikbeispielen, Videos und Fotos die Entwicklung der niedersächsischen Popularmusik der letzten 35 Jahre kennen und erschaffen mithilfe von Musik-Apps einen eigenen Song. Begleitet werden die Führungen von Musikpädagog*innen und Musiker*innen.

Schulklassen, Arbeitsgemeinschaften oder Gruppen aus Jugendzentren aus schwierigen sozialen Umfeldern können bei täglich drei Führungen mitmachen. Für die Buchung und für Fragen steht Alena Lutat zur Verfügung.

„Starting Pop“ vermittelt Musik durch Hören, Sehen und Fühlen. Mit Apps auf iPads komponieren jeweils zwei Besucher*innen Sequenzen für Bass, Gitarre, Keyboard oder Schlagzeug, die anschließend zu einem kleinen Song zusammengeführt werden. „Durch die interaktive Ausstellung möchten wir Jugendliche, die Musik bisher nur konsumieren, zum eigenen Musizieren motivieren. Daher freuen wir uns, wenn sich viele Schulen mit bildungsbenachteiligten Jugendlichen für einen Besuch anmelden“, beschreibt Projektleiterin Vera Lüdeck (Geschäftsführerin der Landesarbeitsgemeinschaft Rock in Niedersachsen e.V.) die Intention.

 „Starting Pop“ ist ein Pop To Go-Projekt gefördert durch „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

www.startingpop.de
#startingpop #ltnds #jugendförderung

 

2. Bewerbungsstart für die Bandfactory Niedersachsen 2024

Bewirb dich jetzt für die Bandfactory Niedersachsen und tauche ein in eine Welt voller Know-how, Insiderwissen und wertvoller Kontakte! Die Bandfactory Niedersachsen bringt euch mit renommierten Coaches der Musikbranche zusammen, darunter Jens Eckhoff, Andreas Haug, Katrin Helmerichs, Frank Itt, Arne Neurand und Silke Super. 

Präsentiert euch in Showcases unseren Coaches, erhaltet konstruktives Feedback, und wählt aus individuellen Workshops eure persönlichen Highlights aus! Werdet Teil des Netzwerks und entfaltet eure Bandkarriere mit Expert*innen-Tipps! 

Musiker*innen mit Ambitionen zur Profikarriere aufgepasst – die Bandfactory Niedersachsen ist eure Chance! Anmeldeschluss: 25.03.2024.

www.bandfactory-nds.de
#BandfactoryNDS

 

3. Anmeldestart 1. März: Zum 30. Mal Niedersächsische Frauenmusiktage in Rotenburg (Wümme)

Seit 1991 gibt es die Niedersächsischen Frauenmusiktage, bei denen sich musikbegeisterte Frauen jeden Alters an wechselnden Orten treffen, um Neues zu lernen, Erfahrungen auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Für die 30. Frauenmusiktage ist in diesem Jahr zum ersten Mal die Jugendherberge Rotenburg (Wümme) der Veranstaltungsort für das Wochenende voller Musik und Spaß. Vom 31. Juli bis 4. August können Anfängerinnen und Fortgeschrittene in Workshops, Crashkursen, freien Sessions und beim großen Abschlusskonzert musizieren. Die Themen der Bands reichen von Pop und Rock bis Funk und Punk. Interessierte können sich bis zum 30. April über die Internetseite www.frauenmusiktage.de anmelden. Die Teilnahmegebühr beträgt 400 Euro (ermäßigt 200 Euro) inklusive Übernachtung in der Jugendherberge. Auf Wunsch sind Übernachtungen im Doppelzimmer (460 Euro) buchbar.

„Die Frauenmusiktage sind eine echte Erfolgsgeschichte. Einige Dozentinnen und Teilnehmerinnen sind seit fast 30 Jahren (mit Unterbrechungen) dabei. Mittlerweile ist diese Musikveranstaltung eine feste Größe sowohl in der niedersächsischen Kulturlandschaft als auch in den Kalendern der Teilnehmerinnen. Es macht mich sehr glücklich, dass ich dieses wunderbare Event jedes Jahr wieder kuratieren und eine sehr intensive und bewegende Zeit mit tollen Musikerinnen verbringen darf“, sagt Vera Lüdeck, Geschäftsführerin der Landesarbeitsgemeinschaft Rock in Niedersachsen e. V.

Anmeldestart ist der 1.3.2024 auf www.frauenmusiktage.de

Die 30. Niedersächsischen Frauenmusiktage werden von der Landesarbeitsgemeinschaft Rock in Niedersachsen e. V. veranstaltet und vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert.

www.frauenmusiktage.de
#frauenmusiktage2024

Impressum: LAGRock in Niedersachsen e.V.
Vera Lüdeck | Emil-Meyer-Straße 28 | 30165 Hannover
Fon: +49 (0) 511 / 35 16 09 | E-Mail info@lagrock.de
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