connect[pop]

connect[pop] richtet sich an Akteur*innen der Popkultur in ländlichen Regionen Niedersachsens, wie beispielsweise Veranstaltende, Musikbüros, Musiker*innen, Musikfördernde, Musikschulen, Jugendzentren.

Worum geht es?

Die ländlichen Regionen Niedersachsens bergen großes Potenzial an kreativen Talenten und lokalen Kulturschaffenden. Das Programm connect[pop] Niedersachsen hat die Aktivierung und Unterstützung der Popkulturszene in den ländlichen Räumen zum Ziel. Die Kernidee besteht darin, Netzwerke in diesen Regionen zu schaffen, zu stärken und die verschiedenen Akteur*innen wie Kulturschaffende, Veranstaltende, Fördernde, Vertreter*innen der Kommunen, Musizierende und weitere Interessengruppen zusammenzubringen. Mit gezielter Beratung und Fortbildungsangeboten bildet connect[pop] die Teilnehmenden weiter und gibt ihnen im Sinne der Selbstwirksamkeit Know-How an die Hand, das für erfolgreiche Kulturarbeit notwendig ist.

Zentraler Bestandteil von connect[pop] sind Netzwerktreffen in vier ländlichen Gebieten in Niedersachsen, bei denen sich die regionalen Akteur*innen und Musiker*innen der Popularmusik vernetzen, über Herausforderungen und Potenziale austauschen und gemeinsame Strategien zur Stärkung der Musikszene in den ländlichen Räumen entwickeln. Die Netzwerktreffen tragen dazu bei, Initiativen zu unterstützen, Synergien zu schaffen und die nachhaltige Entwicklung der Musiklandschaft in ländlichen Regionen Niedersachsens zu fördern. Die LAG Rock ermittelt im Rahmen der Netzwerktreffen den Bedarf der Teilnehmenden und entwickelt ein weiterführendes individuell auf die Region zugeschnittenes Beratungs- und Weiterbildungsangebot.

Regionale Vernetzung, gezielter Wissenstransfer, individuelles Empowerment und damit der Aufbau und die Stärkung regionaler Strukturen stehen bei connect[pop] im Mittelpunkt.

Webinare

Gute Ideen brauchen die richtigen Fördermittel. Doch welche Programme gibt es eigentlich und welche Förderung passt zu welchem Vorhaben? In diesem Webinar gibt Yannik Fröhlich vom Musikland Niedersachsen einen praxisnahen Überblick über die verschiedenen Fördermittelebenen – von kommunalen und regionalen Förderungen über Landes- und Bundesprogramme bis hin zu europäischen Fördermöglichkeiten.

Neben einer Einführung in die Förderlandschaft erhalten die Teilnehmenden wertvolle Hinweise zur Orientierung im Förderdschungel, zu Antragsstrategien und zur Suche nach passenden Förderprogrammen für Projekte in der Popkultur. Das Webinar richtet sich an Musikerinnen, Veranstaltende, Vereine, Initiativen und alle Akteurinnen der Popularmusik, die ihre Projekte erfolgreich finanzieren möchten.

Jannik Fröhlich ist Referent für Musikkultur und -wirtschaft bei Musikland Niedersachsen. Er hält einen Masterabschluss in Künstlerischer Ausbildung (Hauptfach Schlagzeug) der Hochschule für Musik und Theater Hannover und ergänzte sein Profil durch eine Weiterbildung in Kulturmanagement an der Leibniz Universität Hannover. Seit 2021 managt er zudem das Überschlag Festival in Hannover. Dank seiner Praxiserfahrung verfügt er über Expertise in allen administrativen Belangen des Veranstaltungsmanagements.

Foto: Helge Krückeberg

Webinar: Grundlagen der Veranstaltungssicherheit bei Festivals und Open-Air-Veranstaltungen

Festivals und Open-Air-Veranstaltungen stellen aufgrund ihrer Größe, Dynamik, Witterungsabhängigkeit und besonderen Besucher:innenstrukturen hohe Anforderungen an Planung, Organisation und Sicherheit. In diesem Grundlagenseminar erhalten die Teilnehmenden einen praxisnahen Gesamtüberblick über die zentralen Bausteine der Veranstaltungssicherheit. Behandelt werden die rechtliche Einordnung von Veranstaltungen, die Grundlagen der Risikobewertung sowie die wesentlichen Anforderungen an ein tragfähiges Sicherheitskonzept.

Ein besonderer Fokus liegt auf den typischen sicherheitsrelevanten Themenfeldern bei Festivals und Open-Air-Veranstaltungen: Sanitätsdienst, Brandsicherheitswache, Veranstaltungsordnungsdienst, Besucher:innenlenkung und Kommunikation im Ereignisfall. Darüber hinaus gibt das Webinar einen ersten Überblick über besondere Gefahrenlagen wie Unwetter, hohe Personendichten, medizinische Notfälle, Brandereignisse oder Störungen im Veranstaltungsablauf. Ziel ist es, ein grundlegendes Verständnis für das Zusammenspiel von Veranstaltenden, Dienstleistern, Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben zu vermitteln.

Das Webinar mit Philipp Ballschuh richtet sich an Personen, die Festivals oder Open-Air-Veranstaltungen planen, begleiten, genehmigen, betreiben oder sicherheitstechnisch bewerten. Die Inhalte werden bewusst als Grundlagen vermittelt und bieten eine fundierte Orientierung, ohne einzelne Spezialthemen bis in die letzte fachliche Tiefe zu behandeln.

Ob durch Anmietungsversuche, Veranstaltungsbesuche, parlamentarische Anfragen oder Störungen- die Herausforderungen durch eine gestärkte extreme Rechte sind in den letzten Jahren weiter gestiegen. Die Veranstaltung gibt einen Überblick über extrem Rechte Strategien politischer Angriffe auf den Kulturbetrieb sowie Herausforderungen, die sich in Niedersachsen daraus ergeben. Zudem sollen strukturelle und individuelle Handlungsmöglichkeiten gemeinsam entwickelt werden, die die Handlungssicherheit im Umgang mit diesen Situationen erhöht.

Referent: Jan Krieger (Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus für Demokratie Niedersachsen)

Jan Krieger hat Erziehungs- und Bildungswissenschaften studiert und hat die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus für Demokratie in Niedersachsen mit aufgebaut. Seit vielen Jahren berät er landesweit Menschen, Einrichtungen und Institutionen zu der extremen Rechten, Rassismus, Antisemitismus und anderen Ideologien der Menschenfeindlichkeit u.a. Vereine, Verbände und Unternehmen.

Einlassvorbehalt: Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die extrem rechten Parteien oder Organisationen angehören, der extrem rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Webinar: Awareness-Grundlagen für Veranstaltende

Egal ob Workshop, Kulturevent oder Vereinsfeier: Wir alle wünschen uns Veranstaltungen, auf denen sich jede*r wohl und sicher fühlt. Doch was genau bedeutet „Awareness“ im Veranstaltungsalltag? Wie erkennen wir Grenzüberschreitungen und wie schaffen wir Räume, die frei von Diskriminierung sind?

Dieses Webinar richtet sich an alle Veranstaltenden und Kulturschaffenden, die sich dem Thema Awareness ohne Berührungsängste und mit praktischem Blick nähern möchten. Es sind absolut keine Vorkenntnisse erforderlich.

Inhalte

  1. Grundlagen kompakt: Was ist Awareness und warum ist das Konzept für moderne Events unverzichtbar?
  1. Das wichtigste Vokabular: Wir klären zentrale Begriffe wie Safer SpacesKonsens und Definitionsmacht – verständlich und ohne komplizierten Fachjargon.
  2. Perspektivenwechsel: Was bedeutet betroffenenorientierte Arbeit und wie sensibilisieren wir uns für die Grenzen anderer?
  3. Erste Schritte für die Praxis: Wie reagiert man im Ernstfall richtig, wenn sich eine Person unwohl fühlt oder eine Grenze verletzt wurde?

Luna Jurado ist seit über 13 Jahren im Kulturzentrum Faust tätig und hat sich in dieser Zeit in verschiedenen Bereichen der Veranstaltungsorganisation und -leitung etabliert. Nach einer Ausbildung im Bookingbüro zur Veranstaltungskauffrau übernahm sie vor 5 Jahren die Geschäftsführung des Kulturzentrums, wo sie maßgeblich zur Weiterentwicklung und erfolgreichen Positionierung des Hauses beiträgt. Die Faust ist ein etablierter Ort in Hannovers alternativer Clubszene und setzt sich hier aktiv für Awareness, Gender Equality und den Generationswechsel ein. Als junge Frau in einer Führungsposition ist es Luna Jurado ein großes Anliegen, die Strukturen für FLINTA*-Personen in der Musikbranche zu verbessern. Neben ihrer beruflichen Tätigkeit engagiert sich Luna Jurado seit 5 Jahren ehrenamtlich als Vorsitzende des Vereins „Freie Kunst und Kultur Hannover e.V.“ und setzt sich für die Förderung der freien Kulturszene in Hannover ein.
Außerdem koordiniert sie das Awarenessnetzwerk „wetakecare“, in dem auch das Kulturzentrum Faust seit der Gründung aktives Mitglied ist.

Netzwerktreffen

DatumZeitLocationOrt
11.06.202618:00 bis 21:00 UhrGestaltungsraumEmden
18.06.202618:00 bis 21:00 UhrAlte BrauereiNortheim
19.06.202618:00 bis 21:00 UhrB58Braunschweig
04.09.202618:30 bis 21:30 UhrKUBAAlfeld
11.09.202618:00 bis 21:00 UhrKulturscheune (Café Duo)Peine
09.10.202618:00 bis 21:00 UhrKulturwerkNienburg

Förderer und Partner

connect[pop] wird gefördert durch die Initiative Musik gemeinnützige Projektgesellschaft mbH mit Projektmitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, vom niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, der Ostfriesischen Landschaft und der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz.

connect[pop] findet in Kooperation mit dem Landschaftsverband Südniedersachsen, dem Landschaftsverband Weser-Hunte, der Ostfriesischen Landschaft, dem Musikland Niedersachsen, Jimie e.V., dem Zollhausverein Leer e.V., dem Nienburger Kulturwerk und dem Rockbüro Wolfenbüttel statt.