LAG Rock begrüßt „Kulturpaket“ der Landesregierung – Unterstützung der niedersächsischen Popkulturszene ließe sich verstetigen und ausbauen

Gute Nachrichten in schwierigen Zeiten für die Landesarbeitsgemeinschaft Rock in Niedersachsen e. V. (LAG Rock): Im „Kulturpaket“ der Landesregierung für den Doppelhaushalt 2027/2028 sind jährlich 300.000 Euro zusätzlich für den Landesverband zur Förderung von Popularmusik vorgesehen. „Die allgemeinen Preissteigerungen der letzten Jahre haben unsere Arbeit beschränkt. Der Bedarf an Unterstützung für Akteurinnen und Akteure der Popkulturszene ist groß, aber unser Budget reicht nicht mehr aus“, berichtet Vera Lüdeck, Geschäftsführerin der LAG Rock. „Mit dem höheren Etat könnten wir vor allem Strukturen in ländlichen Räumen stützen und erfolgreiche Projekte verstetigen. Daher hoffen wir, dass die Abgeordneten den Haushalt so beschließen werden.“

Seit zwei Jahren läuft das Programm „connect[pop]“, mit dem die LAG Rock die Popkulturszene in den ländlichen Räumen Niedersachsens aktiviert, vernetzt und unterstützt. Mit gezielter Beratung und Fortbildungsangeboten erhalten Musizierende, Kulturschaffende, Veranstaltende, Fördernde, Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen sowie weitere Interessengruppen Know-how für eine erfolgreiche Kulturarbeit. Mit den zusätzlichen finanziellen Mitteln könnten die personellen Ressourcen gesichert werden, um Beratungsangebote und Kooperationsprojekte auszubauen.

Ebenfalls ließen sich zwei Förderprogramme fortführen, die erstmals 2024 aufgelegt wurden und jedes Jahr überzeichnet sind: die Veranstaltungsförderung für Live-Musik-Events in ländlichen und strukturschwachen Räumen sowie die Auftrittsförderung für niedersächsische Nachwuchskünstlerinnen und -künstler.

Mit ihren Projekten richtet sich die LAG Rock an ganz unterschiedliche Zielgruppen: „local heroes Niedersachsen“ ist der jährliche Musikpreis mit Veranstaltungen, Beratungen und Netzwerken für den musikalischen Nachwuchs. Die „Bandfactory Niedersachsen“ coacht Talente für die nächsten Schritte ihrer Karriere. Und das Projekt „Lebenswerk³“ ermöglicht Bewohnerinnen und Bewohnern von Senioreneinrichtungen die kulturelle Teilhabe durch den Einsatz digitaler Medien und analogen Musikinstrumenten. Zudem finden jedes Jahr die „Niedersächsischen Frauenmusiktage“ und das „MädchenMusikCamp EMMA“ statt.

Mithilfe der finanziellen Mittel aus dem „Kulturpaket“ könnte die Initiative popNDS gestärkt werden, die zum Ziel hat, das kulturelle und wirtschaftliche Potenzial der niedersächsischen Popularmusik zu entfalten. Unter anderem könnte der niedersächsische Popkulturpreis „[pop]award“ gesichert werden. popNDS ist eine gemeinsame Initiative von LAG Rock, Musikland Niedersachsen, Landesmusikakademie, Landesmusikrat und Klubnetz. Außerdem könnte ein Teil des Etats den Neustart des Netzwerks „musicNDSwomen*“ unterstützen, das sich für mehr Diversität sowie Repräsentation und gegenseitige Unterstützung von FLINTA* Personen in der niedersächsischen Musiklandschaft einsetzt.

Das geplante „Kulturpaket“ sieht Vera Lüdeck als einen wichtigen Schritt in der Absicherung der Popkultur in Niedersachsen: „In Zeiten des Nachwuchsmangels, wirtschaftlicher Verunsicherung und einer schwierigen politischen Situation sendet die Regierung ein bedeutendes Signal in die Kulturszene. Ich bedanke mich für diese Wertschätzung und freue mich, dass wir weiterhin ein unterstützender Teil des Popökosystems sein können.“

Die LAG Rock ist ein Zusammenschluss örtlicher Musikinitiativen, kommunaler Einrichtungen wie Jugend- und Kulturzentren und Musikschulen sowie von Veranstaltenden und Privatpersonen. Als Dachverband arbeitet die LAG Rock stil- und spartenübergreifend im Bereich der Breiten- und Spitzenförderung und ermöglicht kulturelle Teilhabe für alle Generationen. Seit 2014 wird die LAG Rock durch das Land Niedersachsen institutionell gefördert.